Anna, 19: Alle Vier unter örtlicher Betäubung

Anna, 19: Alle Vier unter örtlicher Betäubung

Heute ist der vierte Tag nach meiner Weisheitszahn OP. Ich werde jetzt nicht beschreiben was genau der Arzt während der OP gemacht hat, das haben schon viele vor mir gemacht und ist denke ich für jemanden der Angst hat auch nicht so interessant. Jedenfalls lagen meine unteren beiden Weisheitszähne schwierig im Kiefer, die Oberen waren schon fast ganz draußen und deshalb gefühlsmäßig schnell und einfach zu entfernen.

Im Voraus schonmal: Örtliche Betäubung ist gar keine große Sache, ich fands super so, wäre ungern eingeschlafen mit dem Gedanken, dass mir gleich jemand im Gesicht rum schneidet. Außerdem war ich direkt nach der OP topfit und gut drauf.

Die Spritzen vor der Betäubung sind halb so schlimm. Habe auch tierische Angst davor gehabt und war dann sehr erleichtert. Ich habe meinem Arzt gesagt, dass ich Angst vor den Spritzen habe und deshalb ein Spray, dass schon etwas betäubt, vorher drauf bekommen um die Spitzen nicht so stark zu spüren. Dann ging alles ganz schnell. Die unteren Zähne mussten etwas „zersägt“ werden und der Knochen abgefräst, hab ich gespürt, hat aber nicht weh getan. Das einzige was etwas unangenehm war ist, dass mir viel Blut den Rachen runter gelaufen ist und ich nicht Schlucken wollte, um den Arzt mit seinen scharfen Geräten in meinem Mund nicht zu behindern.
Zu meinem Glück kannte ich den Arzt, so hat er mir immer genau gesagt was er jetzt „als nächstes“ macht und ich habe mich immer sicher gefühlt. Wusste immer wann es „knackt“, er „sägt“ oder es gleich vorbei ist. Ich musste während der OP sogar ab und an lachen, es war eine gute Atmosphäre im Raum und ich habe weder Angst noch Schmerzen verspürt.

Direkt dannach ist meine Backe super dick angeschwollen, war aber nach ständigem Kühlen Abends auf der einen Seite wieder so wie immer. Auf der anderen nur leicht geschwollen.
Bindet euch die Kühlkissen mit einem Schal um den Kopf, so stören sie euch nicht und ihr könnt dauerhaft kühlen.
Ich habe aufrecht geschlafen, trotzdem waren die Backen an Tag 1 nach der OP dicker als am Abend der OP. Trotzdem nicht so schlimm wie ich gedacht habe.
Habe dann weiter gekühlt. An Tag 2 wurden die Backen wie erwartet am „dicksten“, sieht unschön aus. Macht aber nichts, man weiß ja vorher dass man die Tage zu Hause bleibt. An Tag 3 waren die Backen morgens fast wieder im Normalzustand, aber immer noch etwas geschwollen. Im Laufe des Tages ist es besser geworden und die eine Hälfte des Gesichtes war kaum geschwollen. Heute morgen, an Tag 4, sieht mein Gesicht wieder fast völlig normal aus und ich hoffe bzw. rechne damit heute Abend weggehen zu können.

Während den letzten vier Tagen habe ich Antibiotika genommen. Arnika globuli und Bromelain haben die Schwellung bei mir reduziert. Zumindest denke ich, dass es mir geholfen hat.

Ich habe während der gesamten Zeit meine Zähne geputzt und auch Milchprodukte gegessen und getrunken. Mein Arzt sagte, es sei ein Gerücht, dass man auf Milch verzichten müsste. Soweit ich das jetzt beurteilen kann, war es das auch.

Ich habe bis heute (Tag 4) aufrecht geschlafen, mache das aber ab heute Abend nicht mehr.

Seit Tag 2 nehme ich keine Schmerzmittel mehr und habe insgesamt auch kaum welche zu mir genommen. Ich hatte die letzten Tage keine Schmerzen. Nehmt sie nicht, wenn ihr sie nicht braucht. Gegen die Schwellung helfen andere nicht so schädliche Mittel besser.

Am Wochenende werde ich Sport machen und fühle mich topfit!

Ich hoffe ich konnte euch helfen, keine Angst, raus damit!

Zu allen Antworten zur Weisheitszahn-OP

Essen nach der Weisheitszahn-OP: Rezepte ansehen

Macht Mut: Positive Erfahrungsberichte lesen



Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.