Anni, 18: 3 Zähne mit örtlicher Betäubung

Anni, 18: 3 Zähne mit örtlicher Betäubung

Ich fasse einfach mal den Termin und die Tage danach kurz zusammen:

Tag der OP

Da ich nur eine Betäubung hatte, hat der Arzt mir geraten ordentlich zu frühstücken. Also war ich zusammen mit meiner Mutter beim Bäcker frühstücken. Ich habe allerdings nicht viel runterbekommen vor Aufregung. Den Termin hatte ich um 09:00 Uhr. Wir waren pünktlich da und die Aufregung stieg von Sekunde zu Sekunde. (Ich habe tierische Angst vor Ärzten wegen einem KH-Aufenthalt). Dann wurde ich aufgerufen und in das normale Behandlungszimmer gebracht. Neben mir war eine Helferin die auch die ganze Zeit bei mir blieb. Zuerst hat er meine Schleimhäute mit einem Spray betäubt, was ziemlich ekelig geschmeckt hat, aber es hat geholfen. Als nächstes hat er dann mit den Betäubungsspritzen angefangen und ich habe auch angefangen mich zu verspannen, aber nicht weil es weh tat sondern immer noch wegen der Aufregung.

Nach ungefähr 10 Minuten die ich dann mit Betäubung auf dem Stuhl saß, konnte ich im Gesicht gar nichts mehr spüren. Es war alles taub und das fand ich ziemlich witzig 😀 Dann haben wir den Raum gewechselt (in den „OP-Raum“). Der Raum war fast identisch nur das dort eine Liege war und anderes Licht. Ich musste mich hinlegen und bekam eine Rolle, wo ich meine Beine drauf legen musste, wegen dem Kreislauf. Dann bekam ich eine Schürze über mich und mein Gesicht, damit das OP-Licht mich nicht blendete. Die Helferin war immer noch neben mir und hielt als es losging auch meine Hand, da ich richtige Panik bekam. Der Arzt kam dazu und riss noch ein paar Witze, was die Stimmung lockerte und mich schließlich zur Entspannung brachte. Dann überprüfte er die Wirkung der Spritze, keine Ahnung mit was, ich habe es nicht mehr gespürt. Er fing an mit dem Zahn oben rechts, der noch noch nicht heraus gekommen war. Immer wenn es Geräusche machen könnte oder drücken könnte, sagte er mir vorher Bescheid was mich sehr beruhigte. Das Gleiche auch bei den beiden unteren Zähnen. Ich spürte absolut gar nichts und wurde immer lockerer, das einzig unangenehme waren die Geräusche. Die OP war nach knapp 10 Minuten wieder vorbei.

Ich durfte langsam aufstehen und bekam Tupfer in meinen Mund und Schmerztabletten mit, die ich nach Ende der Betäubung nehmen sollte. Außerdem bekam ich 6 Kühlpacks. Ich fühlte mich zwar etwas schlapp aber keineswegs schlecht. Zuhause habe ich dann weiter gekühlt und mir den ganzen Tag Serien angeschaut. Mein Tipp: Esst vorher ordentlich, denn ich war kurz vorm verhungern, dass war das einzigst schlimme an dem Ganzen. 🙂

Am nächsten Tag konnte ich schon kalte Suppe und viel Brei essen und ich fühlte mich erstaunlich gut aber immer noch schlapp.
Zwei Tage danach hatte ich eine kurze Kontrolle und mir wurden zwei kleine „Fädchen“ entfernt, die extra zur besseren Wundheilung und gegen Entzündung auf die Wunde gelegt (unter die Nähte) wurden. Es hat nur etwas gezwickt und war innerhalb von ein paar Sekunden wieder erledigt.
Wirklich gemacht habe ich die Tage nichts, ich habe mir Ruhe gegönnt und war dann auch nur die zwei Tage krank geschrieben auf der Arbeit. (Mittwoch-Freitag). Am Montag bin ich wieder normal arbeiten gegangen und es lief auch alles super und ich hatte keine Beschwerden.

Tag der Nachkontrolle/ Fäden ziehen

Knapp etwas über eine Woche später hatte ich einen Termin zum Fäden ziehen, vor dem ich gar nicht mehr so große Angst hatte, da alles andere so toll verlaufen ist. Ich war dran und eine Helferin hob den Faden an, schnitt ihn durch und zog ihn raus. Auch dies tat absolut nicht weh und war innerhalb von 2 Minuten vorbei. Der Arzt schaute noch einmal drüber und war sehr zufrieden.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich eine echt positive Erfahrung gemacht habe, obwohl ich echt nur schlechtes gehört habe. Sucht euch einen Arzt aus, dem ihr vertraut und den ihr sympathisch findet. Ich hatte auch mehrere Beratungsgespäche bei verschiedenen Ärzten bis ich „meinen Arzt“ gefunden hatte.:) Ich wünsche euch an der Stelle dann viel Glück!



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