Beatrice, 25: VORBEREITUNG IST ALLES!!! DANN ISTS HALB SO WILD !!!

Beatrice, 25: VORBEREITUNG IST ALLES!!! DANN ISTS HALB SO WILD !!!

hallo ihr alle. ich will nur schonmal vorweg sagen, dass ich bis ungefähr eine halbe stunde bevor ich auf dem stuhl lag, die höllenangst meines lebens hatte. albträume, 2-maliger arztwechsel, alles. und jetzt ist die op keine 24 stunden her, mir gehts blendend, habe keine schmerzen, nichts blau nichts geschwollen und ich hab auch schon vorsichtig gegessen- und das obwohl sie mir alle 4 zähne auf einmal gezogen haben!

ich habe viel recherchiert und mich gut vorbereitet, und will jetzt ein paar meiner tips teilen, wie auch absolute angspatienten ohne ein blaues auge davon kommen können..

zuersteinmal-ganz wichtig- zahnarzt des vertrauens suchen. bin zu 3 verschiedenen bis ich einen hatte der mir kompetent aber nicht zu „ärztlich unpersönlich“ erschien, einer der einem halt auch noch vaseline auf die lippen schmiert während der op, damit die nicht wund werden und reißen 😉

als ich den dann hatte hat der mich lange und gut beraten was die betäubung angeht. er meinte ich könne zwar vollnarkose oder dämmerschlaf (mildere variante der vollnarkose) haben, aber das ist erstens sehr teuer und wäre im prinzip auch nicht nötig, es würde oft dazu führen dass patienten sich nach der op schrecklich fühlten- aber nicht wegen der op, sondern wegen der narkose! es belastet den körper sehr, und verlangsamt die heilung. er hat mir dann ein rezept für das beruhigungsmittel triazolam gegeben, von dem ich 1-2 tabletten eine stunde vor der op nehmen sollte, was dazu führte, dass ich (was ich niemals für möglich gehalten hätte!!!) komplett mit scheissegal haltung, gut gelaunt und entspannt auf dem arztstuhl lag als es losging. ich wiege nur 55 kilo bei 1,76 und habe deshalb nur eine tablette genommen, wenn man schwerer ist sind 2 vielleicht besser. bei 2 wäre ich wohl völlig weg gewesen und eingeschlafen. ich war zwar die op hindurch wach und ansprechbar, aber erinnere mich kaum an etwas, und vor allem hatte ich keine sekunde lang angst. ich glaube es war sogar sehr gut, weil der arzt mir sagen könnte den kopf etwas nach recht/links, weiter aufmachen etc.. ich habe mir auch eigene musik und kopfhörer mitgenommen, auch das hat sehr geholfen, da hat nix gekracht oder so.

er hatte die op auf 80 minuten angesetzt, aber dadurch dass ich wach war und kooperieren konnte, haben wir es in 40 minuten geschafft! inklusive betäubung! also weniger als 7 minuten pro zahn. zugegeben, die betäubungsspritzen waren glaub ich in dem moment unangenehm, aber ich erinner mich wie gesagt nur sehr dunkel daran, war ganzschön weggetreten und habe wohl auch immer wieder gekichert während der op 😉

GANZ WICHTIG nach der op- direkt kühlen! und für 48h nicht damit aufhören! auch nachts! hatte mir eigene eispäcks mitgenommen und bereits im taxi nach hause gekühlt. nachts bin ich alle 2-3h von alleine aufgewacht weil mein eis warm war, habe mir neues mit einem schal ums gesicht gebunden und bin wieder ins bett, das war zwar ein bisschen anstrengend, aber hat sich gelohnt. und ich glaube das allerwichtigste war, dass ich im sitzen (oder zumindest auf einem berg von kissen) geschlafen habe, weil wenn man sich flach hinlegt läuft einem das blut und vor allem die lymphe in den kopf, und das verursacht dann die schlimmsten schwellungen und blutergüsse.

bin auch homöopathisch und mit schüsslersalzen an die sache rangegangen. habe 2 tage vor der op mit der einnahme von arnica c60 und traumeel tabletten begonnen. seit der op nehme ich arnica c200, weiterhin traumeel, staphysagria c30 (hilft speziell operations wunden bei der heilung) und ich nehme die schüsslersalze 1-11 alle 4-5h als „heisse 7“ ein. löse dazu 11 tabletten, von jeder sorte eine, in einem glas mit heißem wasser, und trinke das. kamillentee, brennesseltee und lymphdiaral tropfen helfen auch beim abtransport der schwellung, oder verhindern gar ganz ihre entstehung. spüle außerdem abwechselnd mit einem gemisch aus kamillosan und salzwasser, und leicht verdünntem chlorhexamed. hatte ca. 1h nach der op noch eine leichte blutung, die ging damit aber dann auch weg (vorsicht, nicht so „wild spülen“ eher ganz vorsichtig die flüssigkeit im mund herum bewegen. morgens und mittags dann auch die zähne mit weicher babyzahnbürste und milder zahncreme geputzt (sole zahncreme von weleda, hat kein scharfes minz aroma ist aber sehr antibakteriell..)

essen ging nach ca. 12h auch schon ganz gut. aufgeweichtes toastbrot, suppen, frucht kompott und soja pudding (keine milchprodukte!) heute abend versuche ich mal kartoffelbrei. ansonsten gute filme, ein bisschen netter kontakt mit freunden (besser per sms/fb/mail, weil sprechen ist nicht so gut und reizt die wunden eher) und hörbücher tun das übrige- alles in allem wirklich nicht ein bruchteil der schlimmen erfahrung die ich erwartet hatte! viel glück! 😉



5 Kommentare zu Beatrice, 25: VORBEREITUNG IST ALLES!!! DANN ISTS HALB SO WILD !!!

  1. Armin

    Hallo,

    Danke für deine Tipps!!!
    Habe selber demnächst eine OP und fand deine Tipps sehr interessant!
    Werde das eine oder andere bestimmt beherzigen!

    lg,
    -Armin

  2. Dirk

    Danke für die vielenm Tipps.
    Ich bin im Oktober dran, allerdings ist nur einer geplant.
    Ich bin am überlegen vielleicht gleich alle vier auf einmal ziehen zu lassen dann ist alles mit einem ritt erledigt.
    Wielange hat es denn gedauert, bis wieder alles ganz normal war also essen, reden etc.?

    lg, dirk 🙂

  3. Eli

    Hallo,

    Danke für die Tipps!
    Hab mir alles bis auf Kamillosan und Lymphdiaral auch gekauft, das hole ich aber eventuell noch.
    Wie hast du die Sachen jeweils dosiert?

    Liebe Grüße!

  4. AKi

    Hi,

    klingt interessant. Wie viele Globuli Arnica hast Du genommen? Bei mir blutet es leider recht viel, trotz Arnica-Vorbereitung. Vielleicht habe ich zu wenig genommen, mein Heilpraktiker hat mir mal erklärt, bei zu wenig Arnica wirke es eher blutverdünnend als blutungsmindernd! Habe aber leider keine andere Quelle dazu.
    Hast Du Schmerzmittel genommen? Ich umkreise argwöhnisch des Ibuprofen…kenne meinen Magen (in dem nix mehr ist).

    Gruß
    AKi

  5. Jan

    Wie kann man so eine schlechte Rechtschreibung haben ?

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.