Kathi, 27: Alle 4 - Vollnarkose | Weisheitszahn-OP.de

Kathi, 27: Alle 4 – Vollnarkose

Kathi, 27: Alle 4 - Vollnarkose

Da mir die Erfahrungsberichte hier vor meiner OP sehr geholfen haben will ich euch von meinen Erfahrungen berichten und kann euch hoffentlich beruhigen:

Ich war bei meinem jährlichen Kontrolltermin beim Zahnarzt. Nach einem Röntgenbild wurde mir dann mitgeteilt, dass beide Weisheitszähne im Oberkiefer raus müssten. Einer der Zähne hat auf den danebenliegenden Backenzahn und dessen Wurzel gedrückt und total verschoben und der andere konnte aus Platzgründen nur leicht durchbrechen. An diesem Zahn hat sich auch schon leichter Karies gebildet. Da meine Weisheitszähne im Unterkiefer (auch noch nicht durchgebrochen) keine bessere Lage hatten und ebenso Platzprobleme riet mir mein Zahnarzt dazu alle 4 Weisheitszähne entfernen zu lassen. Wegen der schwierigen Lage der Zähne, überwies er mich an einen Kieferchirurg.
Nach diesem Termin war ich erst einmal fertig mit den Nerven.

Beim Vorgespräch mit dem Kieferchirurg kam dieser schnell zu dem Entschluss, dass der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt werden soll. Die beiden unteren Weisheitszähne liegen mit der Wurzel sehr nah am Nerv und müssten auch geteilt werden, daher würde die Krankenkassen auch die Kosten für eine Vollnarkose übernehmen.
Da war ich dann schon etwas erleichtert, wobei ich eine Vollnarkose auch selbst bezahlt hätte. Ich bin sehr schmerzempfindlich und die Geräusche beim Zahnarzt bereiten mir oft schon Kreislaufprobleme.

Nach 2 Wochen war es dann soweit ich hatte einen Termin für Donnerstag Mittag. Ich war sehr aufgeregt und malte mir schon Tage davor die schlimmsten Horror Geschichten aus- starke Nachbluten (ich kann kein Blut sehen) erbrechen nach der Narkose etc….
Nach dem Vorgespräch mit dem sehr netten Anästhesisten kam ich dann in den OP Raum. Zuerst wurde mir ein Zugang gelegt anschließend bekam ich durch eine Maske Sauerstoff und mir wurde das Narkosemittel gespritzt. Dann war ich auch schon weg. Ich bin erst wieder im Aufwachraum aufgewacht und war erstaunt, dass schon alle vorbei war. Schmerzen hatte ich nur leichte, da die Betäubung noch wirkte. Meine Unterlippe war ganz dick geschwollen. Schon wie ich aufgewacht bin wurden mit beide Backen gekühlt. Der Eingriff dauerte ca. 30 Minuten und ich ich war auch schon schnell wieder auf den Beinen, was ich bei einer Vollnarkose wirklich nicht gedacht hätte. Bereits 2 Stunden nach Betreten der Praxis verließ ich sie auch schon wieder. Auch im Auto habe ich immer schön gekühlt. Durch die dicke und betäubte Unterlippe ist mir ständig Speichel aus dem Mund geflossen das war etwas unangenehm. Geblutet hatte es nur ganz leicht und sah durch den vielen Speichel wahrscheinlich sogar schlimmer aus als es war.

Zuhause angekommen legte bzw. setze ich mich zuerst einmal aufs Sofa. Als die Betäubung nachließ merkte ich leichte Schmerzen, so eine ziehen und drücken. Ich nahm dann auch gleich meine verschrieben Schmerztablette Ibu 600. Das einzige Problem war ich konnte meinen Mund nicht richtig öffnen und musste die Tablette richtig zwischen meinen Vorderzähnen durchdrücken. Am Abend habe ich schon wieder etwas Kartoffelbrei gegessen dies hat natürlich noch nicht so funktioniert. Die Nacht habe ich fast gar nicht geschlafen aber eher aus Angst es könnte nachbluten 🙂 Trotz ständigem Kühlen schwoll meine Backe sehr schnell an. Am nächsten Tag wurde diese dann auch noch blau und die andere Backe ist auch etwas angeschwollen. Ich sah wirklich aus wie ein Hamster. Am Vormittag hatte ich dann noch einen Kontrolltermin beim Kieferchirurgen soweit war alles ok.
Mit Schmerztablette waren die Schmerzen auszuhalten. Was für mich richtig zum Problem wurde war das Essen. Ab Samstag hatte ich einen riesigen Hunger aber bekam kaum was in meinen Mund.

Sonntags ekelte ich mich bereits vor Suppen und Kartoffelbrei und wagte mich Abends an ein Stück Lasagne. Das ging auch schon ganz gut. Ich brauchte natürlich für ein kleines Stück eine halbe Stunde. Heute ist Montag und ich bin froh, dass ich jetzt das Gröbste Überstanden habe. Schmerztabletten brauch ich jetzt auch keine mehr. In einer Woche habe ich noch einen Termin zur Nachkontrolle. Bei diesem Termin würden normalerweise auch die Fäden gezogen werden. Ich habe mich allerdings für selbstauflösende Fäden entschieden, da ich Angst davor hatte, dass mir nach 10 Tagen da schon wieder jemand an der Wunde rummacht und das ziehen eventuell weh tun könnte.

Mir geht es jetzt von Tag zu Tag besser und die Schwellung nimmt ab. Rückblickend muss ich sagen, dass alles nur halb so schlimm war wie gedacht. Schön war es bestimmt nicht aber es war auszuhalten.
Das schlimmste für mich war die Zeit in der man nicht richtig Essen kann.

Ich hoffe ich kann euch vor eurer OP beruhigen und kann jedem der eine komplizierte OP vor sich hat oder schwache Nerven eine Vollnarkose empfehlen.



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