Lissy, 16: Man muss keine Angst haben! | Weisheitszahn-OP.de

Lissy, 16: Man muss keine Angst haben!

Lissy, 16: Man muss keine Angst haben!

Ich bin von Natur aus ein ziemlicher Angsthase, und als ich gehört habe, dass ich alle 4 Weisheitszähne entfernen lassen muss, habe ich mich sofort für eine Vollnarkose entschieden.

Tage, nein, Wochen vor dem Eingriff zitterten mir schon sämtliche Gliedmaßen und am Tag der OP (die übrigens heute stattfand) hätte ich nichts essen oder trinken können, selbst wenn ich gedurft hatte, weil mir so schlecht war.

Im Krankenhaus angekommen mussten meine kleine Schwester und ich, die die Weisheitszähne ebenfalls entfernt bekommen hat, erst einmal ca. 2 Stunden warten, bevor es überhaupt losging. In dieser Zeit bekamen wir unser 2-Bett-Zimmer für den Tag und mussten uns bis auf die Unterhose entkleiden und Kittel anziehen, die wir von der Klinik geliehen bekommen hatten. Die restliche Wartezeit konnten wir uns zum Glück mit Fernsehen gucken vertreiben, da ein glücklicherweise sogar recht modernes Exemplar im Zimmer hing.

Dann ging es los.

Zuerst wurde meine Schwester aus dem Zimmer geschoben, die übrigens genauso viel Angst hatte wie ich, und deswegen von unserer Mama begleitet wurde. Ich war also alleine im Zimmer, was mich nicht wirklich ruhiger stellte. Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit ging die Tür erneut auf, und zwei Krankenschwestern kamen in Begleitung von meiner Mama hinein. Phewww – jetzt ging es also wirklich los! Mir schlotterten vor Angst die Knie, und das meine ich vollkommen ernst. Als ich ankam wo auch immer ich ankommen sollte versuchte meine Mama mich, noch ein wenig zu beruhigen, da ich vorerst erneut zu warten hatte. Dann jedoch wurde ich in den OP-Teil der Klinik geschoben, und musste von dort in der Raum laufen, in dem ich operiert wurde. Ich legte mich auf eine Liege und man schloss mich an allerlei Gerätschaften an. Als ich dann durch eine Kanüle in meinem rechten Arm ein Mittel gespritzt bekam, begann sich alles fürchterlich zu drehen… und es wurde schwarz um mich.

Das nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich in einem Raum voller Krankenschwestern aufwachte, den sie den „Aufwach-Raum“ nannten (wie passend :P). Mir ging es eher schlecht als recht, da sich mein Kopf noch total benommen anfühlte. Ich bekam kaum mit, wie mir alles bis auf die Kanüle entfernt wurde und ich wieder nach unten gefahren wurde. Dort begann es mir kontinuierlich besser zu gehen. Ich musste eine Stunde im Bett liegen bleiben, dann durfte ich etwas trinken; nach einer weiteren Stunde einen kleinen Joghurt essen. Nach einem letzten Check wurde uns dann mitgeteilt, dass wir nach Hause gehen durften – und kühlen, kühlen, kühlen!

Momentan kann ich die Schmerzen als mittelmäßig beurteilen, was mich am meisten stört, ist, nicht richtig essen zu können – das ist aber auch schon alles.

Von der eigentlichen OP, vor der ich so viel Angst hatte, habe ich nichts mitbekommen und meiner Meinung nach sind die Schmerzen gut auszuhalten, wenn man so gut versorgt wird wie ich 😉

An alle Leute da draußen die diese Operation also noch vor sich haben: Ihr braucht wirklich keine Angst haben, so wie ich sie hatte! Es ist schneller vorbei als ihr blinken könnt 🙂



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