Sarah, 28: Zähne im Oberkiefer mit Sedierung – alles gut | Weisheitszahn-OP.de

Sarah, 28: Zähne im Oberkiefer mit Sedierung – alles gut

Sarah, 28: Zähne im Oberkiefer mit Sedierung – alles gut

Irgendwie weiß man ja, dass die Weisheitszähne irgendwann raus müssen – aber als mein Zahnarzt mir dann die Überweisung für den Kieferchirurgen gab, wurde mir doch ganz anders. Zugegebenermaßen gehöre ich zu den absoluten Angsthasen, die selbst bei der normalen Routineuntersuchung beim Zahnarzt Blut und Wasser schwitzen.
Daher stand von vorneherein für mich fest, dass eine „normale“ Betäubung nicht reicht.

„Glücklicherweise“ hatte eine Kollegin von mir kurz davor auch ihre Weisheitszähne entfernen lassen müssen und von der Behandlung durch ihren Kieferchirurgen regelrecht geschwärmt. Also ließ ich mir auch dort einen Termin geben, obwohl die Praxis eine knappe Dreiviertelstunde von meinem Wohnort entfernt ist – aber die Fahrerei war es wirklich wert.

Ich wurde gefragt, ob ich gleich die OP vereinbaren oder erst ein Gespräch führen wolle und entschied mich für Letzteres. Das war gut, weil ich so den Arzt kennen lernen konnte. Er hat mich ausführlich beraten und wohl gleich gemerkt, was für ein Angsthase da vor ihm saß, denn neben den „normalen“ Betäubungen erklärte er mir auch die anderen Narkosemöglichkeiten, darunter die Sedierung.

Obwohl ich einen guten Eindruck von dem Arzt hatte war mir danach noch mulmig. Ich recherchierte stundenlang die Vor- und Nachteile der Sedierung und erst, als ich vollkommen davon überzeugt war, dass Nebenwirkungen und Komplikationen so gut wie ausgeschlossen sind, entschied ich mich dafür. Was mich auch beruhigte war die Tatsache, dass ich einen Bogen für eine ausführliche Voruntersuchung bei meinem Hausarzt mitbekam und die Sedierung durch einen Anästhesisten, der mich die ganze OP lang bewachen würde, durchgeführt werden sollte. Das war mir dann auch die 150,00 €, die ich dafür bezahlen musste, wert.

Die Blutuntersuchungen führte dann mein Hausarzt durch und ich schicke sie dem Anästhesisten. Da ich auch eine Gerinnungsstörung habe, hat mich die Voruntersuchung beruhigt, weil ich wusste, dass auch die Gerinnungswerte in Ordnung waren.

Vor der OP sah sich der Anästhesist die Werte noch mal kurz an, fragte mich, ob ich abgeholt werden würde (dafür hatte ich meine Schwiegermutter eingespannt) und legte mir dann den Zugang. Ich erinnere mich noch, dass mir schwummerig wurde – das Nächste, was ich weiß, ist, wie ich meiner Schwiegermutter mit zwei dicken Tampons im Mund gegenübersitze. Von der OP habe ich rein gar nichts mitbekommen, obwohl es ja immer heißt, dass man bei einer Sedierung ansprechbar ist und alles nur wie durch einen Nebel mitbekommt. Vielleicht war das auch so und ich erinnere mich nur nicht dran – wie auch immer, mir war das so sehr recht.

Doof war nur die Übelkeit nach der OP. Ich wurde um 14:00 Uhr operiert und war den ganzen Tag nüchtern, mein Magen konnte also nichts nach oben befördern – versuchte aber trotzdem bis abends, genau das zu tun. Und Schmerzmittel konnte ich auch nicht nehmen, so lange der Magen leer war …
ich habe mir dann mit Anti-Übelkeits-Zäpfchen geholfen und habe versucht, so viel zu schlafen wie möglich.

Die nächsten zwei Tage sah ich dann aus wie ein Hamster, habe aber fleißig mit feuchten Lappen gekühlt und die Schmerztabletten wie verordnet genommen. Apfelmus und Kartoffelpüree gingen dann auch, nach der Nachuntersuchung am zweiten Tag nach der OP konnte ich sogar schon wieder Toastbrot ohne Rinde essen. Von da an ging es dann auch jeden Tag besser, nach 6 Tagen war ich wieder im Büro und man sah so gut wie gar nichts mehr.

Ich hatte es mir sehr viel schlimmer vorgestellt, zumal die Zähne im Kiefer saßen und sich noch gar nicht nach vorne geschoben hatten. Die Übelkeit war nicht so toll, aber auch das einzig wirklich Schlimme an der Sache. Mein Kiefer musste sich die ersten zwei, drei Wochen noch an den neuen Platz gewöhnen, jedenfalls tat mir der obere Kieferknochen in dieser Zeit manchmal noch weh, wenn ich sehr viel geredet habe. Aber das war’s dann auch.

Also, wenn ihr Angsthasen wie ich seid: denkt über eine Sedierung nach und sucht euch vor allem einen guten Arzt, bei dem Leute die ihr kennt schon gute Erfahrungen gemacht haben – dann ist das Ganze nur halb so schlimm.



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