Valentina, 21: Nach wochenlangem Alptraum – Erleichterung am "OP-Tisch" | Weisheitszahn-OP.de

Valentina, 21: Nach wochenlangem Alptraum – Erleichterung am „OP-Tisch“

Valentina, 21: Nach wochenlangem Alptraum – Erleichterung am "OP-Tisch"

Hmm.. Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl im Kiefer, als ich morgens aufgewacht bin und bemerkte im Laufe des Tages, dass weder Essen, noch sonstige Mundbewegungen schmerzfrei möglich waren. Da half leider nichts und der Weg zum Zahnarzt blieb mir nicht erspart!

Relativ angstfrei betrat ich das Behandlungszimmer, bis Frau Doktor mir strahlend entgegen lächelte, sodass mich ihre perfekten Zähne beinahe blind machten!
„Glückwunsch, Frau xxx, Ihre Weisheitszähne wollen hinaus.“ Der Enthusiasmus der Ärztin war für mich völlig unverständlich. Als wäre es selbstverständlich, griff sie bereits zur Betäubungsspritze. Oh Gott was macht die denn da.. hallte es in meinem Kopf wieder.

Schweiß sammelte sich auf meiner Stirn, meine Hände wurden heiß und meine Kehle schnürte sich zu! „Was machen Sie da?“ fragte ich wie das Reh, das vor dem sabbernden Wolf steht. „Entweder wir entnehmen Sie jetzt oder in 3 Wochen.“

Jetzt? ähm… Aha. Okay! Ne, doch nicht.. Also ich… Nö! NEIN! Panisch verließ ich die Praxis und rief ein kurzes „Bis in 3 Wochen Frau Doktor“

Immer noch könnte ich mir dafür eine Reinhauen, denn das war der Beginn der schlimmsten 3 Wochen überhaupt! Ich hatte einen Termin. In 3 Wochen. 3 Wochen Zeit sich im Internet mit negativen Berichten selbst zu geißeln. 3 Wochen um ein Testament aufzusetzen. 3 Wochen um meiner Familie zu sagen, dass ich sie liebe.

Mit Freunden im Cafe beteuerte ich aus falschem Stolz stets „Ach das ist doch halb so wild. Endlich kommen se raus de Dinger!“
Tja… Meine Show überzeugte weder meine Freunde, noch mich selbst. Doch die 1. Woche ging relativ schnell vorbei. Woche 2 stand an und die Nervosität stieg und stieg.

Nun war es so weit.. 1 Woche bis zu meinem Termin auf der Schlachtbank! 1 Woche glücklich leben! Also melodramatischer gings echt nicht mehr.. Ich hätte Shakespeare große Konkurrenz beschert!

Die Tage vergingen und als es nur mehr 3 Tage bis zur OP waren, plagten mich Fieber, Schnupfen, Husten, Schüttelfrost! Oh nein! Bitte nicht noch eine Woche warten! Was ich auch unternahm, nichts linderte mein langsames Dahinvegitieren.

Augen zu – Mund auf – und durch! Dachte ich mir in der Nacht vor dem Tag aller Tage! Halb getragen von meinem Schatz betrat ich die Praxis. Wieder strahlten mir die Supernova ähnlichen Zähne von Frau Doktor in mein schweißgetränktes Gesicht!
„Oje, Sie sehen aber gar nicht gut aus“ Ach neeee…
Ich wurde zur Schlachtbank geführt… Mundschutz, Spritze und rein damit! Durch meine ausführliche Internet Recherche hatte ich natürlich nachgelesen, dass die Spritze eventuell wirkungslos bleibt bei Krankheitserregern. Ich fühlte mich wie Rocky Balboa auf seinem letzten Weg in den Ring.. Kurt Cobain mit der Waffe an der Schläfe.. James Dean kurz bevor das Auto in die Leitschiene krachte.. Ich war bereit meinem Schöpfer gegenüber zu treten.

Es ging los… Die kalte Zange berührte meine Zunge. Ich schloss die Augen und hauchte meinem Freund ein leises „Vergiss mich nicht!“ zu…
Die Zange umfasst meinen Zahn.. Klick Klack, fertig und nochmal klick klack fertig.

MOMENT, WIE BITTE?!?! DAS WARS? Ich hatte gemischte Gefühle. Ich war in erster Hinsicht erleichtert! Aber auch unfassbar wütend und enttäuscht, dass ich diese Lappalie so aufgeschoben hatte!
Und siehe da! Husten, Schnupfen, Temperatur – Alles im grünen Bereich. Ich hatte mich selbst völlig krank gemacht :O Ich war empört!

Fazit: Der einzige Horror war ich selbst! Sucht euch einen guten Arzt oder Chirurgen und lasst euch beraten. Dann wird alles halb so wild 😉



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