Markus, 20: Die Zeit danach ist das Schlimmste | Weisheitszahn-OP.de

Markus, 20: Die Zeit danach ist das Schlimmste

Markus, 20: Die Zeit danach ist das Schlimmste

Mir mussten letztes Jahr im Sommer alle vier Weisheitszähne entfernt werden, da kein Platz im Kiefer war und einer sich schon leicht entzündet hatte. Alle vier waren noch komplett unterm Zahnfleisch.

Am Tag der OP in einer ambulanten Zahnklinik wurde ich zuerst von einer Schwester ins OP Zimmer geführt und durfte auf meinem Zahnarztstuhl platz nehmen. Sie maß meinen Blutdruck, welcher sehr hoch war, weil ich die OP Instrumente und die zahlreichen Spritzen gesehen hatte. Ich bekam einen feuchten Lappen auf die Stirn und legte mir einen Zugang am Arm.

Kurze Zeit später kam der Chirurg. Er fragte mich, wie es mir ginge. Dann spritze er das Beruhigungsmittel in den Zugang. Ich merke noch nichts, dann spritze er eine zweite Spritze in den Zugang. Und nach ca. 30 Sekunden war ich komplett weg. Ich kann mich nur noch daran errinnern, dass ich kurz wach wurde und gespürt habe, wie meine Weisheitszähne gerade zertrümmert werden. Es war kurz sehr unangenehm aber keine Schmerzen, dann war ich wieder weg.

Dann bin ich im Aufwachraum in sitzender Position wieder zu mir gekommen. Sofort lief mir das ganze Blut aus dem Mund. Die Schwester ersetze die Tupfer und ich konnte nach Hause. Zum Glück hatte ich einen Fahrer, denn vor der Praxis ist mein Kreislauf zusammengeklappt.

Zu Hause angekommen musste ich die Tupfer mehrfach wechseln, da diese immer wieder von Blut durchtränkt waren. Am nächsten Tag kam dann die Schwellung und am Abend nochmals zu heftigen Nachbluten, welches ich zum Glück selbst stoppen konnte. Ich konnte meinen Kiefer nicht öffnen und demzufolge nicht sprechen oder essen. Über die ganze Zeit hinweg nahm ich Antibiotika und Schmerzmittel, aber nach paar Tagen waren es unbeschreiblich starke Kieferschmerzen trotz Schmerzmittel.

Nach einer Woche wurden die Fäden gezogen. Dann hat es wieder angefangen zu Bluten. Ich hatte dann nochmal eine Woche lang ständig sickerhaftes Nachbluten und roten Speichel. Das legte sich aber dann wieder. Nach ungefähr zwei Wochen konnte ich wieder richtig sprechen und nach vier Wochen wieder normal essen. Ich hatte noch monatelang danach ab und zu starke Kieferschmerzen, aber jetzt ist zum Glück alles weg und ich habe keine Probleme mehr damit.

Fazit: Die OP an sich ist nicht schlimm, sondern die Zeit danach ist hart.



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