Emma, 18: Vier Weisheitszähne im Dämmerschlaf

Emma, 18: Vier Weisheitszähne im Dämmerschlaf

Hi ihr Lieben,

ich habe mir am 19.02. meine vier Weisheitszähne im Dämmerschlaf ziehen lassen. Sie waren noch recht weit im Kiefer drinnen, aber da schon klar war, dass sie irgendwann raus müssen und ich ins Ausland will nach dem Abi, hab ich sie mir jetzt ziehen lassen.

Die OP wurde in einer Kieferchirurgischen Praxis gemacht und ich musste seit Dezember auf den Termin warten, aber es lief alles super. Im Vorgespräch wurde damals mir alles erklärt und wir haben festgelegt, dass ich Dämmerschlaf bekomme. Die Ärztin wollte mir eigentlich Vollnarkose verpassen, aber da es meine erste OP war und ich Vollnarkose gruselig fand, hatten wir uns auf eine „tiefe“ Sedierung geeinigt.

Die Tage zuvor waren für mich sehr aufregend. Ich habe schlecht geschlafen und konnte so gar nicht realisieren, dass ich ein paar Tage später auf dem Zahnarztstuhl „schlafen“ sollte. Meine Freundinnen versuchten mich zu beruhigen, die meisten hatten schon OPs und fanden es nie schlimm, aber so richtig glauben wollte ich es nicht. Aber sie hatten recht. Es war absolut kein Problem.

Morgens musste ich nüchtern bleiben, also saß ich nach einer unruhigen Nacht und einer kurzen Dusche im Wartezimmer. Mit mir warteten noch 3 Jugendliche, die die gleiche OP bekamen. Das beruhigte mich aber eher weniger. Eher wurde ich mehr aufgeregt, als sie nach und nach jeweils aufgerufen wurden. Plötzlich ging die Tür auf und ich war an der Reihe…

Puh, jetzt gehts also los. Die Schwester war aber total nett und brachte mich auch direkt in den Behandlungsraum. Vorher sollte ich nochmal auf Toilette gehen. Von da schrieb ich auch noch ein paar Freunden, dass es los geht und dann gings ins Zimmer. Das war viel weniger aufgeregend, als ich dachte. Es war ein „normales“ Zahnarztzimmer mit einem normalen Stuhl. Ich sollte die Schuhe ausziehen und mich hinsetzen. Mein Hoodie wurde mir ausgezogen, weil auf die Brüste so Aufkleber kommen, um den Herzschlag zu hören und ein Clip kam an meinen Finger.

Sie legte mir einen Zugang, der tat null weh. Ich hasse Blut abnehmen, aber die Nadel war viel dünner. Klar, ich war super nervös, vor allem wenn es dann kühl wird vom Desinfektionsmittel und man einfach weiß, dass es gleich piekst. Aber es tat echt nicht weh.

Wir unterhielten uns noch etwas und plötzlich ging die Tür auf und die Narkoseärztin war da. Sie war auch total lieb und lies gar keine Aufregung bei mir aufkommen. Sie fragte kurz, ob alles klar sei und meinte dann sofort „Dann legen wir los“.

Keine 5 Sekunden später schaute ich noch zu, wie sie mir eine milchige Flüssigkeit spritzte und dann kippte ich auch schon weg. Bei mir war es so, dass ich ein ganz angenehmes Kribbeln im Arm hatte, was sich durch die Brüste und dann im ganzen Körper ausbreitete. Keine Sekunde später merkte ich noch, wie mir schwindelig wurde und ich lachen musste. Ich wollte noch etwas sagen, aber alles drehte sich, meine Augen fielen einfach zu und weg war ich.

Und dann? Weiß ich vom restlichen Tag kaum noch was. Mir wurde erzählt, dass ich sehr viele lustige Nachrichtigen verschickt hätte. Es gibt Videos wie ich zugedröhnt auf der Rückfahrt im Auto sitze und lustiges Zeug rede. Davon weiß ich allerdings nichts mehr.

Ich erinnere mich an Bruchstücke von Zuhause, aber den Mittag habe ich fast komplett verschlafen und weiß erst wieder etwas vom späteren Abend. Die Betäubung war schon draußen, aber mit Ibus war es gut aushaltbar.

Alles in allem würde ich es immer wieder so machen. Beim nächsten Mal wäre ich auf jeden Fall nicht mehr aufgeregt davor, weil man bekommt echt gar nichts mit 🙂



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