Mara, 19: [Lang] 4 mit örtlicher Betäubung- Nicht halb so schlimm wie erwartet | Weisheitszahn-OP.de

Mara, 19: [Lang] 4 mit örtlicher Betäubung- Nicht halb so schlimm wie erwartet

Mara, 19: [Lang] 4 mit örtlicher Betäubung- Nicht halb so schlimm wie erwartet

Vor 11 Tagen wurden meine Weisheitszähne unter örtlicher Betäubung operativ entfernt. Da ich lieber alles schnell hinter mir haben wollte, habe ich darum gebeten, nicht wie vorgeschlagen zwei Zähne pro Termin, sondern direkt alle vier extrahieren zu lassen.

VOR DER EXTRAKTION
Meinen Termin aufgrund der Beschwerde, dass sich meine Schneidezähne zusammenschoben und ich ein unangenehmes Druckgefühl hatte, hatte ich genau vier Tage vor der OP bei meinem neuen Zahnarzt. Auf dem Röntgenbild waren schnell vier voll ausgewachsene Weisheitszähne mit tiefen Wurzeln ausgemacht, die sich vertikal im Kiefer befindlich in die Wurzeln der davor sitzenden Zähne geschoben hatten. Fakt war: Die müssen schnell raus, bevor sie die anderen Zähne kaputt machen und sich alles weiter ineinander schiebt. Außerdem saßen sie recht tief und insgesamt war es blöd, das nicht mal vorher zu prüfen. So ein Mist. Ich dachte immer, ich würde zu den Glücklichen gehören, die von ihren Weisheitszähnen verschont bleiben. Ich bekam mein Rezept für Antibiotikum und Schmerzmittel und einen Termin in der darauffolgenden Woche.

DER EINGRIFF
Begonnen hat alles recht früh morgens, mit viel Aufregung. Der Arzt und die Helferinnen waren sehr nett, haben mich und meine Bedenken ernst genommen und mir gesagt, ich könne währenddessen gern Musik hören. Ich habe mich im Vorhinein gut informiert, mir auch Videos angesehen (was jedoch keine gute Idee ist, wenn man den Anblick von Blut und Wunden im Mund schlecht erträgt, mir hat es geholfen, zu keinem Zeitpunkt Panik zu bekommen) und wusste dementsprechend recht genau, was auf mich zukommt.
Angefangen wurde mit der rechten Seite, ich bekam 5 Spritzen, die waren für mein Empfinden sehr unangenehm, aber eben nötig, um später nichts zu spüren. 😉 Durch die Aufregung und das Adrenalin im Betäubungspräparat ist mein Kreislauf kurzzeitig stark instabil gewesen, als sich das jedoch nach einer guten Viertelstunde gelegt hatte, konnte es dann “endlich” richtig losgehen. Es wurde noch einmal geprüft, ob alles taub ist, dann waren Arzt und Helferinnen bis auf kurze Kommentare (“das und das Instrument bitte”, “Da ist er”) still. Der obere Zahn war ohne jegliches Drama fix draußen, unten musste der Kiefer etwas angefräst werden, was sich jedoch bloß eklig anhört. Insgesamt ist es ein sehr unangenehmes Druckgefühl im Kiefer, sobald der Zahn herausgehebelt wird, da muss man allerdings einfach dem Arzt vertrauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. 🙂 Auf das Musik hören habe ich allerdings verzichtet, da mir die Kommentare spannender schienen… ^^ Auch das Zunähen war kein Drama, die andere Seite verlief bis auf die Tatsache, dass es dank einer abgebrochenen Wurzel unten etwas länger dauerte, gleich. Die Spritzen waren beim zweiten Mal deutlich besser verträglich, was vielleicht daran lag, dass die Aufregung nicht mehr so groß war.

NACH DER OP
Die ersten Stunden nach der OP habe ich mich eigentlich nicht viel anders gefühlt. Ich habe direkt mit dem Kühlen begonnen, darauf gewartet, dass die Taubheit aufhört (was so 6-7h nach dem Eingriff der Fall war), brav meine Schmerzmittel genommen und akzeptiert, dass ich mich schon darüber freuen kann, wenn ich meinen Mund weit genug für einen Teelöffel mit Babynahrung geöffnet bekomme. Die ersten zwei bis drei Stunden habe ich auch noch geblutet, aber das hörte schnell auf.
Am nächsten Tag, als die Wundstreifen gezogen werden sollten, war zwar alles etwas dick, aber ich fühlte mich eigentlich schon wieder fit für die Schule. Ich wurde jedoch dazu angehalten, es bis die Fäden gezogen sind auszuhalten und daheim zu bleiben. Das Entfernen der Streifen verlief auf einer Seite unproblematisch, die andere hat weh getan und sehr geblutet, was aber sehr ungewöhnlich zu sein scheint.
Der Rest der Zeit verlief höchst unspektakulär, ab dem dritten oder vierten Tag war mein Gesicht kaum noch geschwollen und ich habe wieder begonnen, zumindest weiche Nahrung wie Bananen (halbiert, ganz bekam ich sie nicht in den Mund) zu kauen, hauptsächlich vorn. Acht Tage nach dem Eingriff wurden die Fäden gezogen, auch das war nicht mit Schmerzen verbunden, sondern eine große Erleichterung, da die sich recht seltsam angefühlt haben.
Mittlerweile sind meine Wangen auch nicht mehr druckempfindlich und ich kann weitestgehend wieder normal essen. Meinen Mund kann ich zwar immer noch nur zwei fingerbreit öffnen, aber Schmerzen und Probleme hatte ich während all dieser Zeit eigentlich nur mit den Spritzen und dem Ziehen des einen Wundstreifens.
Dafür ist jetzt kein Druckgefühl mehr im Kiefer da, Schmerzmittel nehme ich seit gut drei, vier Tagen gar nicht mehr, nachdem ich sie vorsichtig reduziert habe.



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