Sarah, 20: Gott sei Dank, dass die Dinger nicht nachwachsen! | Weisheitszahn-OP.de

Sarah, 20: Gott sei Dank, dass die Dinger nicht nachwachsen!

Sarah, 20: Gott sei Dank, dass die Dinger nicht nachwachsen!

Ich habe mir vor 3 Tagen alle 4 unter örtlicher Betäubung entfernen lassen.

In der Praxis schlotterten mir ganz schön die Knie vor Angst. Auf dem Stuhl angekommen, redeten meine Ärztin und die Schwestern beruhigend auf mich ein. Als ich mich einigermaßen gefasst hatte,fing sie an die Spritzen zu setzen. An jedem noch nicht vorhandenen Zahn je 2, dann noch 2 in die Unterlippe und 2 in den Gaumen. Die letzten beiden waren die unangenehmsten.

Nach ein paar Minuten konnte ich nicht mehr richtig sprechen und es kam mir so vor, als würde meine Unterlippe bis auf den Fußboden runterhängen. Meine Zahnärztin erklärte mir, dass ich jetzt Druck spüren werde, was aber ganz normal sei. Bei Schmerzen soll ich mich sofort melden. Dann ging es oben links los. Sie ruckelte und sofort machte ich ein lautes Geräusch woraufhin sie stoppte. Ich gab ihr zu verstehen, dass ich Schmerzen hatte und sie spritzte noch 2 mal nach. Dann ruckelte sie weiter. Es war soooo widerlich. Ich kann nicht wirklich sagen, dass es Schmerzen waren, aber es war sowas von unangenehm zu spüren, mit welcher Gewalt versucht wird meinen Zahn aus dem Kiefer zu hebeln.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hieß es dann “So der erste ist draußen”. Unten links ging es dann weiter. Das fühlte sich noch schlimmer an als oben. Als der auch draußen war, wurde mir ein nasses Tuch auf die Stirn gelegt, weil ich so am Schwitzen war. Die Zahnärztin fragte mich, ob sie die andere Seite jetzt auch noch machen soll oder nicht. Widerwillig nickte ich, weil ich mir zu dem Zeitpunkt sicher war, dass es nicht noch schlimmer werden könnte. Aber falsch gedacht!

Oben rechts ging es weiter. “So hier wird ein bisschen heftiger”, hörte ich dann und dann ging die Knochenfräse an. Das war bis auf die Geräusche gar nicht schlimm, aber dann wurde mein Zahn zertrümmert. Ich meldete mich lautstark und merkte dann wieder, wie mein Zahn in Einzelteilen gewaltsam herausgeruckelt wurde. Beim Nähen merkte ich, wie der Faden beim Herausziehen immer an meiner Lippe vorbeihuschte. Komisches Gefühl. Das gleiche wurde dann auch unten rechts gemacht.

Man gab mir etwas zum Kühlen auf die rechte Seite und ich hatte sofort Schmerzen rechts. Zuhause kühlte ich dann beide Seiten, nahm ein Schmerzmittel und das Antibiotikum, nachdem ich die Tupfer rausgemacht hatte. Nach Abklingen der Betäubung hatte ich zwar Schmerzen, aber nur auf der rechten Seite und mit Kühlen und Schmerzmittel war es aushaltbar.

Abends habe ich versucht etwas Eis zu essen, aber ich hab den Mund nicht weit genug aufgekriegt. Es war einfach zu gespannt. Die Schwellung am nächsten Morgen hielt sich in Grenzen. Auf der linken Seite war nichts zu sehen und rechts war es nur ein bisschen dick. Im Laufe des Tages allerdings schwoll die rechte Seite bis zum Auge hin an. Schmerzen hatte ich nur ein wenig. Viel schlimmer war das Druckgefühl und die harte Wange.

Nunja heute ist der 4. Tag nach der OP und inzwischen kann ich wieder einigermaßen gut essen. Auf der rechten Seite ist die Schwellung noch etwas zu sehen und ich habe einen blauen Fleck neben dem Kinn. Schmerzen habe ich keine, nur nach wie vor dieses unangenehme Druckgefühl auf den Nähten. In 3 Tagen werden die Fäden gezogen und dann ist hoffentlich alles vorbei. Ich kann allen, die etwas empfindlicher sind, nur empfehlen, bei der Entfernung von allen 4 Zähnen dies nicht unter örtlicher Betäubung zu machen. Für mich war es ganz klar die falsche Entscheidung. Abschließend bleibt nur zu sagen: “Gott sei Dank, dass die Dinger nicht nachwachsen!!!”

Viel Glück an alle, die es noch vor sich haben.



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