Anika, 25: Höllische Schmerzen schon während der OP | Weisheitszahn-OP.de

Anika, 25: Höllische Schmerzen schon während der OP

Anika, 25: Höllische Schmerzen schon während der OP

Ich habe mir vor 4 Tagen einen Weisheitszahn entfernen lassen, der ständig Probleme gemacht hat. Eigentlich waren 2 gelant: einer im Unterkiefer und einer im Oberkiefer. Die anderen beiden sollten in 2 Wochen dran sein. Was einem niemand sagt ist, dass bei 20% der Patienten die Betäubung nicht oder nur schlecht wirkt. So anscheinend auch bei mir.

Nach ca. 20 Minuten mit lokaler Betäubung (jeweils 2 Spritzen in Ober- und Unterkiefer) konnte ich bei der OP im Unterkiefer von Sekunde zu Sekunde fühlen, wie der Schmerz stärker wurde. Das Problem war, dass ein Röntgenbild verwendet wurde, das ein halbes Jahr alt war. Die Wurzel des Weisheitszahns im Unterkiefer hatte aber total krasse Widerhaken ausgebildet. Das konnte niemand ahnen und war auf dem Röntgenbild natürlich nicht erkennbar. Der Zahnarzt hat versucht, den Zahn herauszuhebeln, aber der steckte bombenfest. Wie üblich wurde dann immer mehr Knochen abgetragen und der Zahnarzt hat versucht den Zahn zu zerteilen.
Die ganze Prozedur dauerte über eine halbe Stunde unter höllischen Schmerzen und lies sich nur mit roher Gewalt beenden. Am Anfang habe ich nur gestöhnt, aber am Ende rannen mir unablässig die Tränen über das Gesicht und ich habe die ganze Praxis zusammengebrüllt. Sowohl ich, als auch der Zahnarzt waren am Ende total mitgenommen. Den zweiten Zahn haben wir dann bleiben lassen, das hätte ich nicht gepackt. Mein Mundwinkel ist übrigens bei der OP eingerissen, so viel rohe Gewalt war da am Werk.

Die ersten 3 Tage danach waren die Hölle. Ich hatte natürlich sofort danach schon rasende Schmerzen, die nicht aufhörten, obwohl in in der Praxis gleich eine IBU 600 und ein Kühlpad bekommen habe. Die verschriebene Packung IBU 600 hat die ersten 3 Tage überhaupt nichts gebracht. Ich hatte trotz Höchstdosis (4 Stück pro Tag) unablässige heftige Schmerzen. Am liebsten hätte ich mir den Kopf abgehackt. Ich habe das ganze dann selbstständig noch mit Diclofenac und Paracetamol ergänzt. Auch das brachte gar nichts. Schlucken tat fürchterlich weh, beim Essen und Trinken habe ich geheult. Sprechen war fast gar nicht möglich. Und ich habe auch eine mords Hamsterbacke trotz 3 Tage währender unablässiger Kühlung (ich bin selbst nachts 5x aufgestanden um das Kühlpad zu wechseln. Ich musste mir dafür noch nicht mal nen Wecker stellen, die Schmerzen haben mich so oft aus dem Schlaf gerissen). Jetzt ist der vierte Tag nach der OP. Die Hamsterbacke ist noch immer mächtig. Wenn ich länger als eine halbe Stunde das Kühlpad von der Wange nehme, fängt es wieder mächtig an zu pulsieren. Meine IBUS sind fast alle, aber immerhin sind die Schmerzen jetzt erträglich. Sie sind aber noch immer permanent da.

In 3 Tagen werden die Fäden gezogen. Dann werde ich mit meinem Zahnarzt besprechen, wie es weitergeht. Vor einer erneuten OP habe ich jetzt nämlich höllische Angst. Und man, ich hab ja schon einiges durchgemacht (z.B. heftiger Sturz mit Oberkieferbruch und 3 losgeschlagenen und abgebrochenen Zähnen, bei denen für jeden einzelnen ne Wurzelbehandlung fällig war, die erst nach nem halben Jahr durchgeführt werden konnte, weil erstmal alles wieder zusammenwachsen und sich erneuern musste) und hab alles ohne Scheu durchgestanden und hatte trotzdem keine Angst vorm Zahnarzt, aber nichts war so schlimm wie das.



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