Lea, 16: Geteiltes Leid – OP mit meiner Schwester (Vollnarkose)

Lea, 16: Geteiltes Leid - OP mit meiner Schwester (Vollnarkose)

Ich habe alle 4 Weisheitsz├Ąhne zusammen mit meiner kleinen Schwester rausbekommen und zu Allererst ist zu sagen: HABT KEINE ANGST. Das ist echt nichts wildes. ­čÖé

Also davor muss man erstmal zum Zahnarzt, der sagt, dass die Dinger schief wachsen – Dann geht’s zum Kieferchirurgen, der dann auch meint, dass sie raus m├╝ssen. Bei meiner kleinen Schwester (14) war es auch klar, da sonst zu wenig Platz f├╝r die Spange da gewesen w├Ąre und bei mir kamen einfach alle um 90┬░ verdreht.

Also Termin in der Zahnklinik gemacht und zum Aufkl├Ąrungsgespr├Ąch. Da wurde uns dann genau erkl├Ąrt wie die Z├Ąhne entfernt werden, das erspare ich euch mal und dann DIE Nachricht: Wir beide ben├Âtigen eine Vollnarkose ­čś« – Na danke…
Meine Schwester, weil sie so jung ist und bei mir, weil die OP wohl l├Ąnger dauern sollte. Keiner von uns hatte so etwas bis dahin und wir hatten RICHTIG Angst (was im Nachhinein total unn├Âtig ist).

Als besonderes Extra gab’s dann noch, dass der Termin schon in 3 Tagen ist. Also schnell Babybrei und K├╝hlpacks und so gekauft und die n├Ąchsten Tage kaum geschlafen und schon sa├čen wir morgens um 6 im Auto und meine Mama fuhr uns zur Klinik – Puls gef├╝hlte 200.

Die waren dort alle total lieb und wir bekamen ein sch├Ânes Doppel-Zimmer.┬á Dann mussten wir uns umziehen, wir bekamen so eine Art Nachthemd, das ist echt nicht sch├Ân, aber es sieht dich eh keiner. Was komisch ist, man muss alles darunter ausziehen nur Socken durften wir anbehalten.

Dann legt man sich ins Bett und bekommt 2 Tabletten bzw. einen Saft, wie meine Schwester, wenn man keine Tabletten nehmen kann und sie legen einem die Kan├╝le. Davor hatte ich mega Angst, aber das ist nur ein ganz kleiner Pieks und tut weniger weh als impfen und dann muss man warten und warten und warten…

Und irgendwann f├╝hlt man sich total gut – Das kommt von der Tablette. Die Angst ist dann komplett weg und man wird etwas schl├Ąfrig. Meine Schwester war davon gut hin├╝ber, wie besoffen und musste total kichern. Das war super lustig.

Dann wurde sie irgendwann abgeholt und ich war alleine im Zimmer. Meine Mama ist mitgegangen und Puh da bekam ich dann doch nochmal etwas Angst. Ich bin dann wohl auch kurz eingenickt, weil ich wurde wach da war Mama schon wieder im Zimmer. Ich habe dann ein wenig ferngesehen und irgendwann wurde meine Schwester dann wieder ins Zimmer gerollt.

Sie hatte so ein K├╝hlpack wie einen Schal um den Kopf gebunden und war noch tief und fest am Schlafen. Dann wurde ich mitgenommen. Im Aufzug fahren im Liegen war sehr lustig und irgendwann waren wir im OP angekommen.
Dann muss man auf den Tisch klettern, bekommt so eine Blutdruckmanschette und einige Kabel um und dann liegt man erstmal eine Weile da rum. Ich war froh, dass ich Socken anhatte, weil es ist da total kalt drin.

Dann kam die Narkose├Ąrztin, hat meinen Arm gestreichelt und mich gefragt, ob ich mich schon aufs Traumland freue. Ich meinte noch etwas wie “Ja ich bin gespannt wie das so ist” und dann wurde mir total komisch. Das war ein super lustiges Gef├╝hl, so leicht und man f├╝hlt sich mega gut und ich machte die Augen auf, weil ich dachte “Oh sind dir die Augen zugefallen”, halt so wie wenn man Abends total m├╝de ist und dann meinte jmd zu mir “Ist alles gut Lea du hast alles ├╝berstanden”

Ich war total verwirrt und dachte “Was labern die da” und dann machte ich die Augen wieder auf und Mama sa├č da. Ich hab da wohl 4 Stunden geschlafen und nichts mitbekommen ­čśÇ Lara chillte schon umgezogen ins Leggings und Eispack auf ihrem Bett und ich war noch total neben mir. Ich hab gar nicht gecheckt was los war ­čśÇ

Ich war wohl davor schon mehrfach wach und habe auch Sachen erz├Ąhlt aber keine Ahnung mehr. Daf├╝r war ich dann nach dem (bewussten) Aufwachen recht schnell fit. Umziehen war noch witzig, weil Mama hat mir meine Hose gegeben und ich wusste gar nicht, was ich jetzt damit soll und man ist halt noch sehr beduselt und wackelig unterwegs.

Daheim habe ich den restlichen Tag geschlafen, was auch gut war, denn dann hat man auch keine Schmerzen. Wir bekamen IBU 800 und damit waren die n├Ąchsten Tage auch gut zu ├╝berstehen. Essen geht halt echt nur Brei, aber das war klar. Man schl├Ąft sowieso sehr viel, weil auch die Narkose noch paar Tage nachwirkt. Das ist aber echt okay.

Nach einer Woche werden dann die F├Ąden gezogen, also nochmal zusammenrei├čen, das ziept kurz und man ist endlich Weisheitsfrei ­čśÇ ­čśÇ

Das wurde jetzt ein l├Ąngerer Text, aber ich hoffe ich konnte einigen die Angst vor der OP und Bet├Ąubung nehmen. Meine Schwester will die Tage auch noch einen Bericht schreiben.



3 Kommentare zu Lea, 16: Geteiltes Leid – OP mit meiner Schwester (Vollnarkose)

  1. Lisa

    Wenn ihr Fragen habt schreibt einfach ­čÖé

    • Amelie

      hi, dankesch├Ân f├╝r den langen bericht! ich find das hilft immer wenn man so l├Ąngere erkl├Ąrungen bekommt wie das eigentlich ales so abl├Ąuft dann. ich denk mal die meisten haben vorher angst. ist ja normal. hab ich auch. ich bin zb noch nie operiert worden und da hat man halt jede menge fragen vorher. hab ich jetzt noch immer, aber ich f├╝hl mich nicht mehr so total unsicher.
      lg und danke
      Amelie

      • Lea

        Ja da muss man keine Angst vor haben. Man schl├Ąft einfach.
        Du kannst mir auch gerne privat schreiben wenn du dar├╝ber reden willst versedgirl@gmail.com

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