Lisa, 16: Unerwartete Weisheitszahn OP

Lisa, 16: Unerwartete Weisheitszahn OP

Ich hab ein turbulentes Wochenende hinter mir. Bis gestern wusste ich nichtmal, dass ich Weisheitszähne habe und jetzt bin ich 2 schon los.

Aber ich fang‘ vorne an. Seit Freitag hatte ich Zahnschmerzen, die gestern (Samstag) so schlimm wurden, dass ich sie kaum mehr aushalten konnte. Also ging’s gestern Nachmittag zum Wochenends-Dienst und von da aus direkt ins KH. Am Ende war es so schlimm, dass ich kaum mehr meinen Mund anfassen konnte. Nach dem Röntgen kam dann der Arzt mit der freundlichen Nachricht: „Das kommt von den Weisheitszähnen und die müssen raus“. – „Wie jetzt?“ – „Ja sofort oder willst du weiter die Schmerzen haben? Wir machen dich dann fertig für eine OP“. Das Gespräch ging genauso aufheiternt weiter. „Wann hast du das letzte mal was gegessen?“ – „Heute morgen. Aber konnte kaum kauen. Wieso?“ – „Ok, das ist super. Wir müssen das für die Vollnarkose wissen“ – „Wie Narkose?“
Da habe ich erstmal eine gute Runde geheult. Kurze Zeit später hatte ich dann auch nur noch ein Nachthemd an und bekam eine Nadel in meine Hand.  Ich hatte Angst wie sau. Ich war noch nie im Krankenhaus, geschweige denn unter Narkose. Die Krankenschwester war sau lieb und hat mich dann auch in den Behandlungsraum gefahren. Da bekam ich dann eine Spritze mit so ganz weißem Zeug gezeigt mit den Worten „Das ist die Schlafmilch. Jetzt kannst du gleich mal ein Nickerchen machen.“ Ich hatte so Angst und bekam das auch kurz darauf gespritzt. Davor gabs noch so Klebedinger an meine Brust und eine Manschette um den Arm und jede Menge Kabel.
Als der Arzt das Zeug gespritzt hat, war das sau cool. Er meinte noch „Sag‘ bescheid, wenn du was merkst“ und ich dachte mir nur so „Da passiert doch gar nix. Nur meine Füße sind sau kalt“ und  hab weiter geredet und plötzlich hat sich die ganze Decke so in sich gedreht und ich meinte noch „Ja ich glaub da dreht sich gerade alles.“ Und zack hab ich schön geträumt.
Als nächstes bin ich im Aufwachraum mit dicken Backen zu mir gekommen. Das erste an das ich mich erinner war „Hallo Lisa, wach werden. Mach mal die Augen auf! Siehst du mich noch verschwommen?“ Ich sah noch alles total verschwommen und weit weg und wusste gar nicht richtig wo ich bin.
Antworten ging kaum durch die ganze Watte in den Backen, aber ich meine Mutter meinte, ich hätte gegrinst  und sowas gesagt wie „Hatte ich wirklich eine Narkose? Das hat sich voll toll angefühlt“ und dann bin ich wieder im Land der Träume versunken.
Sie haben mich dann auf ein Zimmer geschoben, wo ich heute morgen erst wieder wach geworden bin bzw. mich erinnern kann und dann auch heim durfte.

Heute (Sonntag) fühle ich mich immer noch benebelt und meine Backe ist auch ziemlich dick und verfärbt. Schmerzen habe ich viel weniger als davor, aber ich schlafe viel und kann kaum was essen. Ich bin immer noch begeistert von der Narkose. Spritzen hatte ich vorher nur als Impfungen oder so, wo man keine Wirkung spürt und dann geben die mir so eine halbe Spritze und ich schlummer bis heute morgen fast durch. Ich war davor so aufgeregt und hatte so Angst, das war alles unnötig, weil ich einfach alles verpennt habe.

Mal schauen ob die andere Seite jetzt auch noch kommt, aber wenn dann dürfen sie mich gerne wieder schlafen schicken. Es gibt nichts angenehmeres, bisschen „Schlafmilch“ und schön träumen, während die blöden Zähne gezogen werden.

Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben. 🙂



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