Hendrik, 20: Bis jetzt alles sehr entspannt und kaum schmerzen (Alle 4 in örtlicher Betäubung) | Weisheitszahn-OP.de

Hendrik, 20: Bis jetzt alles sehr entspannt und kaum schmerzen (Alle 4 in örtlicher Betäubung)

Hendrik, 20: Bis jetzt alles sehr entspannt und kaum schmerzen (Alle 4 in örtlicher Betäubung)

Ich habe mir selber die positiven Berichte auf dieser Seite durchgelesen, diese haben mich sehr beruhigt. Im Internet liest man ja doch auch sehr viel anderes. Ich hatte heute vor 4 Stunden meine Weißheitszahn-OP. Habe alle 4 Zähne entfernt bekommen. Es waren 3 Zähne leicht verstellt und ein Zahn stand senkrecht. Ich hatte die Wahl zwischen örtlicher Betäubung und Vollnarkose, auf Grund der Narkoserisiken und der eigentlich harmlosen OP habe ich mich für ersteres entschieden und es war eindeutig die richtige Entscheidung. Ich hatte noch nie Angst vor Zahnärzten und die Geräusche machen mir nichts.

Es ging dann also heute los: Mein Dad hat mich in die Kieferchirugische Praxis gebracht, dort wurde ich schnell aufgerufen. Ich habe zunächst befürchtet, dass die OP so abläuft wie eine “richtige” OP im Krankenhaus, mit Schleuse, OP-Tisch, OP-Hemd usw… Das war aber überhaupt nicht so. Die Praxis und alle Räume waren sehr modern und ansprechend gestaltet und ich bin zunächst in ein ganz normales Zahnarzt-Behandlungszimmer gekommen. Dort hat mir der Zahnarzt die Betäubungen gespritzt, es waren insgesamt glaube ich 11 Stiche, die mal mehr und mal weniger weht taten alles aber im absolut erträglichen Bereich (musste dieses Jahr aufgrund einer Beinverletzung jeden Tag Thrombosespritzen selber spritzen, das war um ein VIELFACHES schlimmer, auch jeder Stich bei einer Impfung tut mehr weh). Nachdem das geschafft war (für mich der schlimmste Teil) durfte ich mich ins Wartezimmer setzen und habe darauf gewartet, dass die Betäubung wirkt. Alles hat angefangen zu kribbeln und war schlussendlich taub also absolut gefühllos. Ich fand das Gefühl sehr lustig!

Zur OP wurde ich dann in einen etwas größeren Behandlungsraum gerufen, der aber auch aussah wie bei jedem anderen Zahnarzt und sollte mich auf einen ganz normalen Zahnarztstuhl setzen. Der Arzt hat mir dann erklärt, wie er vorgehen wird und während der Behandlung auch jeden abweichenden Schritt kommentiert (dazu gleich mehr). Bevor er auch nur einen Schritt gemacht hat, hat er die Betäubung der Zähne jeweils vorher überprüft. Er hat zunächst mit den Zähnen im Oberkiefer begonnen. Diese wurden einfach nur gezogen. Das war für mich absolut schmerzfrei bis auf einen leichten Druck. Und ehe ich realisiert habe, was da gerade passiert und wie weh es tut, wenn man sich ohne Betäubung am Zahn oder der Wurzel verletzt, war der Zahn schon draußen. Ich war wirklich begeistert wie einfach das war! Gleiches auf der anderen Seite.

Unten wurde es etwas schwieriger. Der Arzt wollte den rechten Zahn, da normal durchgebrochen, auch erst einfach ziehen, dies gelang jedoch nicht ohne weiteres. Er kündigte mir dann an, er werde einen kleinen Zahnfleischschnitt machen. Von diesem habe ich absolut nichts gespürt. Er musste dann noch kurz etwas bohren und hat mir den (überdimensionalen) Zahn gezeigt. Ich war erneut begeistert, wie einfach das alles war und das meine Angst ganz umsonst war. Das Sorgenkind stand aber noch bevor. Ich machte mir allerdings keine Sorgen mehr, da alles schmerzfrei verlief und Geräusche mir nichts ausmachten. Der Arzt hat schon angekündigt, dass das etwas schwieriger würde, der Zahn stand schließlich waagerecht und war nicht komplett durchgebrochen. Er musste dafür das volle Repertoire der Zahnärztlichen Kunst anwenden. Zunächst wurde ein kleiner Schnitt gemacht.

Danach hat der Arzt festgestellt, dass der Zahn geteilt werden müsse. Mit dem Bohrer ging es also jetzt los und die Zahnkrone wurde in ihre Einzelteile gebrochen. Auch das war schneller und einfacher als gedacht und dann machte natürlich noch die Wurzel Probleme. Diese war zu stark und musste auch geteilt herausgenommen werden, das gleiche Spiel wie bei der Krone, ein leichtes Ziehen diesmal aber dann war auch alles gut. Es wurden nach jeder Extraktion Fäden eingenäht und bei den unteren Zähnen erhielt ich eine Gase Drainage, die Morgen entfernt werden soll. Dann war der Spuk auch schon wieder vorbei und fühlte sich nicht schlimmer an als ein normaler Zahnarztbesuch. Ich habe dann mit meinem Dad das Rezept (Ibu 600) eingelöst und wir sind nach Hause gefahren. Dort habe ich gemerkt, dass es etwas stärker geblutet hat als ich dachte (habe ja auch keine Flüssigkeit im Mund gespürt). Habe die Tamponnage auf die ich beißen sollte gegen ein Tuch getauscht. Die Blutung ist langsam abgeklungen und ich nahm die erste Ibu vorsorglich. (Immer nehmen BEVOR die Betäubung nachlässt).

Mittlerweile hat die Betäubung nachgelassen. Schmerzen habe ich keine (nur ein leichtes Ziehen an den anderen Zähnen und der Wunde) dank IBU. Bis gerade waren meine Lippe und das Kinn noch taub, das hat sich dann in ein Kribbeln gewandelt und jetzt spüre ich wieder alles. Ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt aber bis jetzt ist das alles wirklich nicht schlimm gewesen. Ich kann deshalb allen, die es noch vor sich haben Mut machen. Lasst euch nicht von den vielen negativen (zT auch bewusst übertriebenen) Berichten verrückt machen. Die Ärzte in einer Fachpraxis machen die OP jeden Tag mehrere Male und kennen sich so gut aus wie sonst niemand. Die wissen was sie tun!



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