Helena, 22: Drei Wochen Stress mit Happy End | Weisheitszahn-OP.de

Helena, 22: Drei Wochen Stress mit Happy End

Helena, 22: Drei Wochen Stress mit Happy End

Ich hatte schon vor ca. 3 Jahren einen Termin zur WHZ-Entfernung, aber habe diesen aus Angst vor der OP wieder abgesagt. Damit war für mich das Thema eigentlich abgehakt. Die Zähne brachen dann in den folgenden Jahren so gut wie komplett alle heraus, aber so war es halt und ich fands auch nicht tragisch, dass meine Zähne im UK wieder etwas verschoben wurden (und somit mein langjähriges Spangetragen eigentlich umsonst gewesen war).
Allerdings bekam ich dann vor ein paar Wochen eine richtig schmerzhafte bakterielle Infektion am unteren linken WHZ. Dies zog sich über 2 Wochen und war echt der Horror. Ein Termin bei einer Zahnärztin bestätigte dann meine böse Vorahnung: Die Zähne müssen raus, denn sie verschieben die anderen Zähne und sind infektionsanfälliger.
Die Zahnärztin bei der ich war, war mir sehr sympathisch. Das Röntgenbild sah relativ unkompliziert aus, einer der Zähne hatte drei Wurzeln, jedoch keine mega Haken in den Wurzeln, keine Nerven mit einbezogen und nichts schräg. Nur etwas Kieferknochen hätte vielleicht abgefräst werden müssen und die Verbindung zur Kieferhöhle geöffnet werden.
Trotzdem habe ich mir die letzten drei Wochen einen Stress ohne Ende gemacht! Habe Internetseiten durchforstet, etc und überhaupt und hatte richtig richtig Angst.
Gestern war es dann soweit. Habe mir eine Wollmütze mitgenommen, in die ich meine Hände krallen konnte und mp3 Player mit Pantera drauf.
Bei den ersten Betäubungsspritzen hab ich fast die Krise bekommen und hab losgeheult. Dabei waren die Pikse an sich gar nicht schlimm!! Ich hatte einfach nur Angst (vor was auch immer). Daraufhin hat sich die Ärztin nochmal kurz Zeit genommen und mit mir gesprochen und ich hab wirklich versucht, mich mal nicht so zu stressen und ganz bewusst meine Arme und Füße lockergelassen. Der erste Zahn war innerhalb einer halben Minute draußen und der zweite vielleicht in 2 Minuten. Alles was ich gespürt habe war ein komischer Druck und ein Kniff der Ärztin in meine Nase als Test, ob eine Verbindung zur Kieferhöhle bestand (was nicht der Fall war).
Ich konnte es kaum glauben als sie meinte: „So das war schon die erste Seite“ und hätte fast wieder losgeheult (aber diesesmal vor Erleicherung)!
Dementsprechend konnte ich die zweite Seite viel entspannter angehen. Es gab eine kurze Pause (meine Hände waren schweißnass und ich hab gezittert von oben bis unten– adrenalin pur!), in der die Assistentin und die Ärztin erst mal einen Lachflash hatten weil sie sich irgendwelche lustigen Sachen im Internet angeschaut haben und dann wurde die andere Seite betäubt. Diesesmal war ich entspannter und habe ganz tief ein und ausgeatmet.Die Spritze hat etwas mehr gezogen da die Seite irgendwie empfindlicher war, aber es war zu ertragen!! Die Zahnentfernung ging genauso schnell wie auf der anderen Seite!

Und das wars auch schon. Es wurde nicht genäht und ich hab eine Ibu 800 bekommen, die ich an den vollgebluteten Tamponaden vorbeischlucken musste (was mit betäubtem Mund echt ne Herausforderung ist), dann bekam ich ein Kühlpad und den Aufklärungsbogen, ein Rezept für Schmerzmittel und vorsorglich auch Antibiotika, da ein kleines Stück Wurzelspitze im UK abgebrochen war und dies dort im Knochen ohne Entzündung verwachsen sollte. Ach und meine Zähnchen bekam ich eingeschweißt mit nach Hause 🙂

Ihr glaubt nicht wie erleichtert ich war! Ich war so stolz, es ENDLICH überwunden und geschafft zu haben. Und dann wars nicht mal ein Drama.  Das war der ganze Stress definitiv NICHT wert! Mir gings so schlecht die letzten Wochen, nur wegen so einem Klacks. Macht euch nicht zuviel Stress und lest nicht zuviele Erfahrungsberichte ;-))
– sucht euch einen sympathischen Zahnarzt eures Vertrauens, bei dem ihr euch wohlfühlt!! Sowas gibt es!!
– versucht mal, euch über bewusstes Ein und Ausatmen zu entspannen und die Arme und Beine lockerzulassen. So stresst man sich viel weniger.
– Augen zu und mit dem mp3 Player mitsingen!
– Lasst euch begleiten / oder nur abholen von einer lieben Person. Da fühlt man sich gleich aufgehobener.

Viele Grüße und viel Glück!



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