Jenny, 20: Die Angst davor war das schlimmste. | Weisheitszahn-OP.de

Jenny, 20: Die Angst davor war das schlimmste.

Jenny, 20: Die Angst davor war das schlimmste.

Hey ihr 🙂

Ich hatte am Mittwoch meine Weisheitszahn-OP. Ich habe mich dafür entschieden alle vier auf einmal rausmachen zu lassen und zwar unter örtlicher Betäubung.

Als ich am Mittwochmorgen um 8 Uhr beim Zahnarzt ankam hatte die Angst der Tage davor ihren Höhepunkt erreicht und ich saß als zitterndes Häufchen Elend im Wartezimmer. Ein Glück, dass ich nicht erst noch ewig warten musste und relativ schnell ins Behandlungszimmer gerufen wurde.

Der Arzt war total nett und bat mich auf dem Behandlungsstuhl Platz zu nehmen.
Dann bekam ich bei jedem Zahn auf jeder Seite eine (zwar unangenehme aber nicht schmerzhafte) Spritze ins Zahnfleisch und in den Gaumen und wurde mit den Worten “In zehn Minuten gehts los. Du kannst solange noch alles vorbereiten”, allein gelassen. Mit “vorbereiten” meinte er meine Musik, die ich mir zur Ablenkung mitgebracht habe. Also Stöpsel rein, Lieblingsmusik an und Augen zu.

Innerhalb dieser zehn Minuten hatte ich das GefĂĽhl als wĂĽrde mein Gesicht auf das fĂĽnffache anschwellen und alles wurde taub. Ab und zu kam eine Arzthelferin rein, bereitete irgendetwas vor und erkundigte sich nach meinem Befinden. Inzwischen war ich allerdings nicht mehr in der Lage zu sprechen und quittierte ihre Bekundungen mit einem nach oben gestreckten Zeigefinger.

Als es losging legte der Arzt mir so ein grünes OP-Tuch mit einer Öffnung für meinen Mund übers Gesicht. Ich schloss die Augen und bemerkte etwas, dass sich anfühlte als würde er an meinen Zähnen kratzen. Dann ein Surren wie beim Bohren und ab zur nächsten Seite. Ich ging davon aus, dass er noch irgendwas vorbereiten würde bevor es losging. Umso verblüffter war ich, als er mir erklärte, wir hätten Halbzeit.

Die unteren zwei gingen etwas länger, machten aber auch keine Probleme und nach geschlagenen 30 Minuten saß ich wieder mit meiner Mutter im Auto auf dem Heimweg. Daheim angekommen legte ich mich ins Bett und wartete eine Stunde. Da, hatte mir mein Arzt nämlich geraten, sollte ich die erste Schmerztablette einnehmen, damit sie wirkt, wenn die Betäubung nachlässt. Das ging relativ gut. Am ersten Tag kam ich mit vier Ibuprofen 600mg (die maximale Tagesdosis sind 2400mg, also genau 4 Tabletten) fast nicht zurecht und jammerte ein bisschen über die Schmerzen. Am zweiten Tag war es genau gleich. Ich aß Babybrei und Suppe, trank Kamillentee und Wasser und auf Rauchen hatte ich sowieso keine Lust. ( Obwohl ich sonst wirklich leidenschaftliche Raucherin bin.)

Am dritten Tag hatte ich nochmal einen Termin bei meinem Arzt, bei dem er sich die Wundheilung nochmal anguckte und irgendwelche Tamponaden entfernte. An diesem Tag waren die Schmerzen schon sehr erträglich, sodass ich mit einer halben Schmerztablette auskam. Nach dem Entfernen der Tamponaden ziepte es zwar wieder ein bisschen, aber ansonsten ging es mir gut.

Zur Schwellung: Ab dem zweiten Tag nahm die Schwellung, trotz Kühlen, doch ganz schön zu und am dritten Tag sah ich aus wie ein Hamster. Aber alles halb so wild. Inzwischen ist Samstag, der vierte Tag. Ich komme sehr gut ohne Schmerztabletten klar, die Schwellung ist schon sehr zurück gegangen und ich kann auch schon wieder etwas festere Nahrung zu mir nehmen.

Zur Hygiene: Ich habe mir jeden Tag seit der Op öfters über den Tag verteilt die Zähne mit einer kleinen Kinderzahnbürste geputzt (Ich krieg keine größere in den Mund, weil mein Kiefer durch die Schwellung noch etwas eingeschränkt ist. ) und danach noch mit einer Mundspüllösung nachgespült. Und sonst habe ich eben auch ab und zu mit Kamillentee gespült. Allerdings nicht zu viel spülen, weil sonst die Wundheilung beeinträchtigt wird.
Nächten Mittwoch kommen meine Fäden raus und dann ist das ganze Thema für mich abgehakt.

Für die, die es noch vor sich haben: Es ist alles halb so wild, nicht verzweifeln. Das Schlimmste an der ganzen Sache war für mich wirklich die Angst davor. Und noch ein Tipp: Lasst alle vier auf einmal raus machen, dann habt ihr den ganzen Stress nicht nochmal. Viel Glück 🙂



1 Kommentar zu "Jenny, 20: Die Angst davor war das schlimmste."

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.