Jessica, 18: Ohnmacht | Weisheitszahn-OP.de

Jessica, 18: Ohnmacht

Jessica, 18: Ohnmacht

Heute war es dann so weit, mein linker oberer Weisheitszahn sollte raus.
Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass der Zahnarzt mir einen gesonderten Termin für die OP geben würde, doch der meinte dann: “Das können wir auch jetzt schnell erledigen”. Mir war nicht so wohl bei der Sache, ich war vollkommen unvorbereitet, hatte keine Kühlpacks dabei und Arnica konnte ich auch nicht vorher einnehmen. Den Luxus iPod hatte ich leider nicht. Dann ging es ans Werk.

Die örtliche Betäubung tat etwas weh, war aber schnell vorbei. Zu schnell. Denn schon nach einer Minute wurde mir schwummerig und ich bin ohnmächtig geworden. Nachdem man mich wachgeschüttelt hatte, ging es dann ans Entfernen.
Ich hab nur einen Druck gespürt und nach nur 2 Minuten war der Zahn raus. Dann noch etwa 5 Minuten lang zugenäht, weil es bei mir etwas komplizierter war, und schon durfte ich meinen Mund ausspülen und mir einen Termin zum Fädenziehen geben lassen.

Alles klar, hab mir die Jacke geschnappt und bin die Treppen zu meinem Fahrrad vor der Praxis runter. Kaum an meinem Fahrrad angekommen merke ich schon wieder dass mir schwindelig wird, versuche noch mich auf den Boden zu setzen, um zu verhindern, dass ich stürze und mir weh tue. Im nächsten Moment wache ich auf und der Zahnarzt beugt sich über mich und die Assistentinnen halten meine Beine nach oben und fragen verzweifelt, was sie tun sollen. Der Arzt schickte eine Assistentin nach oben um ein Beatmungsgerät zu holen und schon höre ich den Krankenwagen. Ich dachte nur: “Nicht euer Ernst, oder?” Die gesamte Schülerschaft des Gymnasiums auf der anderen Straßenseite konnte beobachten, wie ich im Krankenwagen davongefahren wurde. Peinlicher gehts nicht mehr.

Im Krankenhaus angekommen, wurde ich erstmal auf eine Liege gehoben, die dann etwa 20 Minuten lang im Flur herumstand, bis ein Zimmer in der Notaufnahme frei wurde. In einem unbeobachteten Moment hab ich dann verbotenerweise mein Handy aus der Tasche gekramt und hab meine Mum angerufen, damit diese mich hier rausholt, bevor ich hier ewig festsitze.
Dann kam der Arzt und hat versucht mir zu erklären, dass meine Ohnmacht mit einem Nerv in meinem Rücken zu tun hat, der den Blutdruck senkt. Naja, irgendwann kam dann meine Mum und hat mich endlich nach Hause gebracht.
Zu Hause hab ich dann Schüßler-Salze unter der Zunge zergehen lassen, damit keine Schwellung auftritt. Ich war todmüde und bin sofort eingeschlafen. Nach drei Stunden Schlaf kamen dann langsam die Schmerzen und ich hab eine Ibuflam genommen. Ich spüre kaum etwas, ich kann nur das Blut schmecken, was mir Übelkeit bereitet. Hab vorhin auch schon Kartoffelgratin gegessen, ich muss mich also nicht von Suppe und Griesbrei ernähren.



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